Creations


“Limits Insight”

Diese Creation umfasst musisches Bemühen im Sinne einer erlebbaren Entwicklung, des Austausches und der Umwandlung sich gegenseitig regelnder künstlerischer Prozesse. Das Bemühen um neue Einsichten, des Einzelnen und der Gruppe, verstehen wir als engagierten Beitrag des Wandels kultureller Werte über Ländergrenzen hinaus.

Im einzelnen: Konzerte werden viele veranstaltet. Wir wollen diesen nicht ein weiteres hinzufügen. Vielmehr geht es um den monatelangen Erfahrungsprozess, der in der Aufführung, dem Iststand, auch des Programmes, Pfingsten 2006 seinen Abschluß findet. Musikschüler, Musiklehrer und Profimusiker erarbeiten gemeinsam Werke klassischer Literatur: Barockzeit bis 2006. Der hörbar gemachte Vergleich einer Ursprungskomposition mit einer später entstandenen Instrumentation ermöglicht neues musikalisches Hören. Die Neuinstrumentation ausgewählter Werke spiegelt das Potential des Ursprungs und einer Entwicklungsrichtung. Weiterhin geht es um die Suche nach neuer - praktischer Relevanz und Folgerichtigkeit gemeinschaftlicher Gestaltung. Insofern handelt es sich nicht nur um einen Erfahrungsprozess, sondern ebenso um Prozesse des (Aus)tausches, der Umwandlung, um das Vertrautwerden mit dem vielleicht auch vermeintlich Fremden und Anderen. Neues Erkennen innerlicher Grenzen und das Wachsen über diese hinaus sind Teil eigenverantwortlichen Tuns. Die bleibende Anerkennung einer Grenze im Creationskontext kann gleichwohl individuell verantwortliches Tun beinhalten und darstellen.

Im Mittelpunkt der Creation - Limits Insight - steht die Auftragskomposition des Vereins . Es handelt sich um ein Doppelkonzert für Violoncello - Bayan und des Komponisten Paul Mertens-Pavlowsky.

Die Uraufführung der Creation - Limit Insight - fand Pfingsten 2006 in München statt. Es folgten Konzerte in Niederkrüchten und Aachen.

Programm:

· Promenaden, aus „Bilder einer Ausstellung“ Modest Mussorgski, arrangiert von William Schmidt
· Doppelkonzert für Bayan - Violoncello und , Neukomposition von Paul Mertens-Pavlowsky, Solisten Barbara Mader (Violoncello), Vyacheslav Nedosekin (Bayan)
· Adagio rubato - Allegro
· Chaconne
· Burleske
· Der Gnom, aus „Bilder einer Ausstellung“ Modest Mussorgski, arrangiert von William Schmidt
· Improvisationen von Vyacheslav Nedosekin (Bayan)
· Improvisationen von Martin Fredebeul (Sopransaxophon)
· Präudium und Fuge in C Major, J.S. Bach, arrangiert von William Schmidt
· Tor von Kiew, aus „Bilder einer Ausstellung“ Modest Mussorgski, arrangiert von William Schmidt

Kurzbiographien des Komponisten und der Solisten:

Der Komponist Paul Mertens-Pavlowsky wurde 1956 in Aachen geboren: „Ich erlebte mit 16 Jahren eine Affinität in der Berührung mit der russischen Kultur. Tschaikowskis Werke schlugen unvorbereitet in meine Seele ein. In dieser Lebenszeit war dieser Komponist der Einzige, der mir so etwas wie Verstehen und Trost vermittelte. Dem folgte ein Studium der russischen Musik, Literatur und Sprache. In meinem Kompositionsstudium (bis 1984 bei Professor Jürg Baur in Köln) war mir Dmitrij Schostakowitsch die entscheidende Leitfigur. An ihm, weniger an den „klassischen“ Größen der sogenannten Neuen Musik, orientiere ich mich bis heute. Schostakowitsch ist für mich einer der größten Geistesgrößen des 20. Jahrhunderts“ (Paul Mertens-Pavlowsky im November 2004). Paul Mertens-Pavlowsky lebt heute als Musikpädagoge und Komponist in Berlin.

Barbara Mader (Violoncello) wurde 1964 in Passau geboren. Sie absolvierte Ihr Studium an der Hochschule für Musik und Theater Hannover bei Prof. K. Storck als Diplom Instrumentalpädagogin. Ferner betrieb sie weiterführende Studien an der Musikhochschule Detmold und Meisterkurse in Hitzacker und Siena/ Italien bei A.Navarra. Orchesterstipendium der Hochschule Hannover für die Oper: Hildesheim. Konzertreisen in Deutschland, Polen, Finnland, Frankreich und Südamerika. Einladungen zu namhaften Festivals wie Donaueschinger Musiktage; festival musica cotemporanea, Quito/ Equador. Orchestertätigkeit bei der Bonner Sinfonietta, beim Kammerorchester Nordrhein-Westfalen und beim Nationalsinfonieorchester Quito/ Equador. Zusammenarbeit mit Komponisten, wie C. Seither, F. Anferanger. Gastdozentur für Violoncello am Nationalkonservatorium Quito/Equador im Auftrag des Deutschen Musikrates.

Vyacheslav Nedosekin (Bayan) wurde 1973 in Moskau geboren. 1991 - 1996 studierte er bei Prof. Josef Puritz an der Musikakademie namens Gnessin in Moskau. Er war Stipendiat des Russischen Ministeriums für Kultur, sowie des DAAD. 1997 - 1998 studierte er bei Prof. Elsbeth Moser an der Musikhochschule in Hannover. V. Nedosekin hat verschiedene internationale Preise gewonnen (in Russland, Deutschland, Spanien). In jüngster Zeit widmet er sich in besonderem Maße seiner kompositorischen Tätigkeit. 2003 hat V. Nedossekin die CD “Reflections” mit seiner Musik für Oboe, Klarinette und Bayan zusammen mit Freunden und Kollegen eingespielt. Ein wichtiges Ereignis in seinem künstlerischen Schaffen ist die zusammenarbeit mit der namhaften Komponistin Sofia Gubaidulina. Seit 1994 ist er außerdem Lehrer für Bayan, Akkordeon und Kammermusik am Schnittke Institut in Moskau.


Zum Download (.pdf files):

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Poster [328kB]
Programm [113kB]